Meilensteine des BauBoom-Jahres 1997

Vorsitz der B.I.T.: Martin Bindemann

Bürgermeister
: Siegfried Kluge
(parteilos)
SVV-Vorsteherin: Christel Dettmann (SPD)
Koalition: Allianz zwischen SPD, CDU und FDP

Was sonst noch passierte:
- Die unendliche Geschichte "Rodeo-Disko Parkstraße" findet ihre weitere Fortsetzung.
- Der Streit zwischen Bürgermeister Kluge und SPD-Fraktionschef Trog eskaliert weiter. Kluge stellt Strafanzeige und fordert eine öffentliche Entschuldigung durch Trog, um die Missbilligung durch das Parlament gegen den Bürgermeister aufzuheben. Der Kleinkrieg zieht sich bis zum Herbst 1997 hin.
- Stalz (FDP) bringt die Grundschule I gegen sich auf, weil er vorschlägt, die Schule wegen geringer Besetzung auch für andere städtische Aufgabe zu nutzen.
- Die B.I.T. (in Gestalt des Vorsitzenden der Elternkonferenz der Grundschule II D. Fanter) verurteilt die Einvernahme des vorgesehenen Turnhallen-Baus durch die FDP auf das schärfste, da die B.I.T. sich bereits seit Herbst ´95 um eine Lösung bemühte, jedoch immer wieder vor allem durch die "Peter"-Parteien ausgebremst wurde. Im Oktober ist das Verfahren immer noch nicht abgeschlossen.
- Die Stelle des 1. Beigeordneten wird nicht neu besetzt.
- Die Reha-Klinik in Seehof geht ihrer Vollendung entgegen.
- Die B.I.T. (K. Graumann, H. Tietz) beziehen Stellung gegen den ausufernden Flächennutzungsplan unter der Devise "Weniger wäre mehr !"
Ähnlich werden auch die Probleme bei der Entwicklung des Verkehrs gesehen.
Der Siedlerrain wird wegen seines geplanten Ausbaus ebenfalls längere Zeit zum Zankapfel gegenläufiger Interessen.
- Carola Fanter bekennt sich in einem Interview zu ihrer Arbeit in der B.I.T.
- Das Bürgerhaus in der Altstadt wird am 3. Oktober 1997 eröffnet und erfreut sich seitdem größter Beliebtheit durch gesellschaftliche und private Nutzung.
- Das Verwirrspiel der Verwaltung und der "Peter"-Parteien um das "Post"-Viertel beginnt im Herbst im Zusammenhang mit dem Zuzug von Bonner Beamten nach Teltow und wird zum nächsten Dauerbrenner über Jahre.
- Das Verkehrschaos in Teltow ist nicht in Griff zu bekommen. Die unterschiedlichsten Lösungsansätze prallen aufeinander. Hauptprobleme sind:
Iserstraße, Oderstraße, Ruhlsdorfer Platz, Vorfahrt in der Altstadt (Alle diese Probleme wurden bis zum heutigen Tage nicht befriedigend gelöst!!)  
- Gemeinsam mit Initiativen in Berlin-Lichterfelde wird begonnen, massiv dafür einzutreten, an der Anhalter Bahn bessere Lärmschutzmaßnahmen zu erreichen, es wird ab August vorübergehend die Einstellung der Planfeststellung erreicht - das Verfahren wird ab 1998 wieder aufgenommen - bereits zu diesem Zeitpunkt wird die hohe Zugdichte bekannt gemacht und der langwierige Kampf um bessere Lärmschutzmaßnahmen in Berlin und Teltow wird aufgenommen, kommt leider zwischenzeitlich zum Stehen und wird erst ab 2005 wieder massiv fortgesetzt, als die Vollendung immer näher rückt, allerdings bis heute nur mit mäßigem Erfolg 

13. Januar 1997 (Hauptausschuss):

Nachdem bereits im September 1996 ein neuer Haupt-Ausschuss (HA) gebildet worden war, zog sich die Neuwahl der Leitung noch bis Januar 1997 hin.
Die lange vorbereitete "Palastrevolution" der drei Peters (Peter Trog - SPD, Peter Brylla - CDU, Peter Stalz (FDP) führt schließlich zu einer neuen Spitze des HA: Vorsitz: Peter Brylla (CDU), Stellv. Vorsitzender: Heinz Stewin (SPD)
Das vor der Übernahme bestehende Duo Vorsitz: Dr. Kurt Graening (PDS), Stellv. Vorsitzende: Karola Graumann (B.I.T.)  tritt erneut zur Wahl an, scheitert aber an der knappen Mehrheit von 5:4 Abgeordneten.
Die Sitzverteilung im HA ergab sich schließlich zu: B.I.T., PDS und SPD je 2 Mandate, CDU und FDP je ein Mandat und dem "noch" parteilosen Bürgermeister Siegfried Kluge.

24. Februar 1997 (SVV):
SVV-Beschluss zur Finanzierung des Verkehrsentwicklungsplanes Teltow

26. März 1997 (SVV):
Mit SVV-Beschlüssen werden die Weichen zum Bau des Bundesbediensteten-(Post-)Viertels (verlängerte Beethovenstr.), der westlichen Händelstraße und für den endgültigen Bau-Beginn des Mühlendorfes nach einer letzten Änderung des Flächennutzungsplanes gestellt.

SVV-Beschluss zur Neufassung der Erschließungssatzung

Nachfrage von D. Fanter zum Lärmschutz an der Anhalter Bahn im April beantwortet (Bau einer Lärmschutzwand in der Parkstraße mit einer Höhe von 3 m)

23. April 1997 (SVV):
SVV-Beschluss zur Auslegung des Flächennutzungsplanes Teltow 2010

28. Mai 1997 (SVV):
Gemeinsamer SVV-Beschluss-Antrag aller Fraktionen zur Gründung einer Arbeitsgruppe der Fraktionen und fraktionslosen Stadtverordneten und Gemeindevertreter von Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf (RAGF, der Vorläufer der heutigen KAT)   
 
18. Juni 1997(SVV):
SVV-Beschluss zur Denkmalbereichs-Satzung "Altstadt Teltow"

24. September 1997 (SVV):
SVV-Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes "Südspange" (heute Gonfrevillestr.)

26. November 1997 (SVV):
SVV-Beschluss zur Abwägung des Flächennutzungsplanes Teltow 2010

SVV-Beschluss zur Aufstellung des B-Planes Ruhlsdorf-Mühlenberge

B.I.T.-Mitglied Karl-Heinz Beda verlässt nach 7 Jahren Mitgliedschaft und aktivem Engagement die B.I.T. und wechselt zur Konkurrenz SPD. Damit stehen erneut Umgruppierungen in den Ausschüssen an.