Der Teltower
Straßenbau tut sich nach wie vor schwer (18.09.2007)
- Hinhaltetaktik
des Bauamts noch im
Oktober 2003 belohnt - Teilkonzept im Juni 2005 verabschiedet
-
Neue Mehrheitsverhältnisse im Parlament
= bessere
Berücksichtigung
des Bürgerwillens ?
- Gutachter-"Leitfaden" soll´s jetzt
richten !
- Kocht die SPD wieder neue Süppchen mit der
CDU ?
-
Quartier "An den Lindbergen" ist 2005 dabei - Kontroverse mit Anwohnern der Lübecker
Straße
- "Barrierefrei" war lange Zeit ein Fremdwort
- Bau der L40 begonnen - Abgeordnete taten sich
schwer
- Bürgerbeifall
für lange erwartete Entscheidung - Straßenausbauplan liegt endlich vor
- Aktuelles Straßenbau-Geschehen: Wende zum Besseren ?
Unendliche
Geschichte "Teltower Straßenkataster" ?
In Zusammenhang mit dem
Ausbau
bzw. der Sanierung stellte und stellt sich immer wieder die Frage nach
der
Einstufung
der Teltower Straßen bezüglich ihrer Einordnung als
Erschließungs-
oder Ausbaumaßnahme. Bis zum heutigen Tage hat das
Bauamt die schon
seit
langem
immer wieder angemahnte Erarbeitung eines Straßenkatasters und
damit Schaffung
von Transparenz für die Bürger bezüglich
Straßensanierung
erfolgreich verschleppt. Stattdessen wurden und werden die Anlieger mit
(willkürlichen
?) Einordnungen konfrontiert, von denen im Wesentlichen die
finanziellen
Belastungen abhängen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung
sollte die vorgesehene Einteilung der Stadt in Quartiere sein
(Beschluss
07/46/2002), in dessen Rahmen die zu berücksichtigenden lokalen
Verkehrskonzepte
auch die notwendigen Grundlagen für die Entwurfs- und
Ausführungsplanungen
der jeweiligen Straßen enthalten müssten.
Deshalb
fordern wir nun schon seit Jahren nachdrücklich die Umsetzung
dieses
Beschlusses
zur
Schaffung von Transparenz für die Bürger und zur
Verhinderung
des weiteren Aussitzens dieses Problems.
Wie
bereits auf den Sitzungen von Finanz- und Hauptausschuss Anfang des
Jahres
2003 (28.01./03.02.) verlautete, sollte die Schaffung eines
Straßenkatasters
durch das Bauamt weiterhin auf die lange Bank geschoben werden, obwohl
dieses eine wesentliche Voraussetzung für die Quartierplanung
darstellen
dürfte. Wir hatten damals erwartet, dass hier z.B. auch die
ehemalige Zählgemeinschaft
mitzog, die sich ebenso wie die B.I.T. den vordringlichen Ausbau der
Siedlungsstraßen
auf die Wahlkampf-Fahnen geschrieben hatte (siehe MAZ vom 11.2.2003,
Stadtblatt
03/2002, Wahlprogramme von 2003) und entsprechenden Druck auf
die
Stadtverwaltung
ausübt. Stattdessen wurde ein entsprechender Antrag der B.I.T.
gemeinsam mit den Fraktionen der PDS und FDP im März 2003 (!!!) (DS
44/2003) - die SPD hatte trotz ursprünglicher Zustimmung
wieder
nur Umfaller-Qualitäten zu bieten - in den Bauausschuss verwiesen,
da das Bauamt in einer Vorlage angab, mit der Erarbeitung eines
sogenannten
"Straßenausbauplanes" - von einem Straßenkataster war
schon längst nicht
mehr die Rede - bereits seit Januar 2003 (!!!) befasst zu sein.
Im
Zusammenhang mit den Planungsleistungen für die Chopin- und
Humperdinckstraße
wurde die Einordnung der Straßen erneut auf der 52. SVV am
14.05.2003
durch PDS und B.I.T. thematisiert, denn auch in diesem Falle sollten
die
Parameter erst im Rahmen der Ausschreibung festgelegt werden - wieder
ein
grober Verstoß zur Schaffung von Transparenz für die
Anlieger.
Die
Entscheidung zum "Straßenausbauplan" (=
Straßenkataster ?) schmorte
indes im Bau-Ausschuss
ein
halbes Jahr weiter bis zur Sitzung am 16.9.2003. Nun schaffte es
das
Bauamt mit abermals fadenscheinigen Begründungen (Einarbeitung
in
das DV-System GIS, notwendige langwierige Vermessungsarbeiten), die
durch
eine Mehrheit der Abgeordneten auch noch abgesegnet wurden, die
kurzfristige
Schaffung des "Straßenkatasters" erneut zu verschieben !
In
einer neuen Vorlage des Bauamtes zum Zeitplan für die Erarbeitung
des "Straßenausbaukonzeptes" sollte die Bestandsaufnahme
(=
Erarbeitung eines Katasters ?) mit dem Quartier "An den
Lindbergen" schließlich im September
2003 begonnen (!!) werden und
mit einer Prioritätenliste und
einer gesamten Finanzplanung für alle Quartiere bis Juli 2004
abgeschlossen
werden, d.h. im Klartext, seit
Januar
2003
hatte das Bauamt zu diesem Thema nichts getan !! Laut
Plan sollte die Bestandsaufnahme
trotz notwendiger umfangreicher
Vermessungsarbeiten
dann angeblich noch im Jahr 2003 abgeschlossen werden.
Lange Hinhaltetaktik des Bauamts
wurde noch im Oktober 2003 durch
Bauausschuss
belohnt - Teilkonzept im Juni 2005 abgesegnet
Und
als Krönung, wie nicht anders zu erwarten, wurde der Antrag DS
44/2003, der durch das Engagement
der
B.I.T. zur 56. SVV (letzte Sitzung in
der alten Legislaturperiode) am
15.10.2003
überhaupt noch auf der Tagesordnung blieb, mehrheitlich abgelehnt.
Denn
inzwischen hatten alle etablierten Parteien ihre ursprüngliche
Unterschrift
vom Antrag mit der Begründung zurückgezogen, "dass sich der
Antrag
selbst überholt hätte".
Was für
ein Wandel in der Gesinnung der damaligen Abgeordneten, der sachlich
nicht nachvollziehbar
war !!!
Da
konnte man den positiven Schritt in die richtige Richtung, der zwar
noch
hoffen ließ - nämlich den Vorschlag des Bürgermeisters
zum "Verfahren für ein
Straßenausbaukonzept in Teltow", das in
der 54. SVV am 9.7.2003 auf den Weg gebracht worden war und der
transparenten
(!?) Prioritätensetzung beim Straßenausbau dienen sollte - ,
zur
Kenntnis, aber kaum noch ernst nehmen. Das
ganze Konstrukt diente wohl eher
als Alibifunktion zur Beruhigung der Bürger vor der Wahl 2003.
Das einzige, was
das Bauamt bis heute zu diesem
Thema vorgelegt
hat, ist ein Verkehrskonzept für
den
Teltower Osten ab Ruhlsdorfer Platz (ohne
Sigridshorst) im
Rahmen des Straßenausbau"konzeptes", das
den Abgeordneten am 24.02.2004
vorgelegt wurde und schließlich am
08.06.2004 als
Vorbereitung für eine Beschlussfassung
dienen sollte. Das Ergebnis ist
letztlich eine simple
Klassifizierung der Straßen des genannten Gebietes in Form eines
Straßenplanes ohne weitere klare
Regelungen für Ausbauprioritäten und -modalitäten sowie
zur Feststellung des aktuellen Soll-Ist-Standes. Damit war der oben genannte Termin Juli 2004 für
das komplette Teltower Straßenausbaukonzept wieder nur eine
Luftnummer !!! Bis November 2004 waren die
Fraktionen erneut gebeten worden, ihre Meinung zum "Verkehrskonzept"
kund zu tun.
Die B.I.T. beanstandete hierbei insbesondere die Ausklammerung des
Ortsteils Sigridshorst, der in der Planung für Teltow Ost mal
wieder
vergessen wurde.
Mit ersten Ergebnissen sollte noch in 2005 zu rechnen sein - doch
wieder Fehlanzeige, denn zum Bauausschuss am 26.04.2005 warf das Bauamt
erneut das Handtuch, in dem zugegeben wurde, dass das
komplette "Straßenausbaukonzept" und eine daraus abzuleitende
Prioritätenliste, die endlich die Dringlichkeit der
Straßensanierung klassifizieren sollte, definitiv auch in 2005
nicht vorliegen wird ( MAZ vom
02.05.2005/PNN vom 03.05.2005) !
Mit Stand vom 11.05.2005 wurde auf der 18. SVV am
22.06.2005 schließlich
das "Verkehrskonzept" in abgespeckter Form für
Ost-Teltow (DS 112/2005) als
Teil des imaginären "Straßenausbaukonzeptes" - gegen die
Stimmen der B.I.T., die mit dieser Verfahrensweise weiterhin nicht
einverstanden ist -, mehrheitlich beschlossen. Auch gegen die in diesem
Zusammenhang nun sanktionierten willkürlichen
Abpollerungsmaßnahmen am Siedlerrain, in der Kant- und in der
Händelstraße gemäß der Devise "In Teltow wird es immer toller - wer lange
schreit, kriegt seinen Poller !" votierte die B.I.T. leider vergeblich! - Inzwischen (seit Mai 2007)
führte die Abpollerung am Siedlerrain offiziell zur
Einziehung einer Verkehrsfläche, so dass die Verbindung zwischen
Seehof und dem Siedlerrain nun ständig unterbrochen ist - mit
"großem" Kreisverkehr im Zuge der Kleiststraße und des
Siedlerrains als Einbahnstraßen. Nun ja, wem es gefällt ?
Den Anliegern scheint der Rundkurs nichts auszumachen !!?? Vorläufiger
Höhepunkt der teilweisen Nacht-und-Nebel-Poller-Aktionen, die
nicht einmal mehr mit den Abgeordneten vorbesprochen werden, war die
Sperrung der Sigridshorster Hagenstraße, die für die
Anlieger der Kleingarten-Anlage in Sigridshorst eine wichtige
Durchgangsstraße darstellte, im März 2007 ohne jegliche
Information an die Betroffenen. Dieses rabiate Verhalten des Bauamtes
könnte noch ein ernstes Nachspiel haben, da möglicherweise
durch diese Maßnahme eine dringende Hilfeleistung vereitelt
wurde, in dessen Folge ein Anwohner der Kleingartensparte zu Tode
gekommen sein könnte.
Neue Mehrheitsverhältnisse im
Parlament = bessere
Berücksichtigung
des Bürgerwillens ?
Durch
die neuen Mehrheitsverhältnisse im Parlament, wodurch der
unseeligen
Zählgemeinschaft SPD/CDU in der vergangenen Legislaturperiode
endlich ein Ende bereitet wurde, deutete
sich zunächst eine Kehrtwende beim künftigen Ausbau der
Teltower
Siedlungsstraßen
an, denn nun müssen sich alle Gruppierungen bei Sachentscheidungen
immer zusammenraufen, sonst geht gar nichts ! - Aber wie die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigte, war diese Hoffnung auch trügerisch !
Ein erster Schritt in die
richtige Richtung war deshalb die Empfehlung des Bauausschuss auf
seiner
Sitzung im Dezember 2003
an die SVV, den Beschluss 05/52/2003 zu den generellen Ausbauparametern
(obligatorische Festlegung auf eine Straßenbreite von 4,75 m
und
Anlage von grundsätzlich zwei Gehwegen) aufzuheben und durch
eine
kostengünstige Alternativ-Variante zu ersetzen (DS
23/2004). Diese Reaktion ergab sich aus dem geplanten Ausbau der
Chopin-
und Humperdinckstr., mit dem die Anwohner entgegen den bisherigen
Behauptungen
des Bauamtes auch nicht einverstanden waren. Nun
wurde sogar der neue Ausbau-Vorschlag, Gesamtbreite 4,75 m mit
integriertem
Gehweg von 1,75 m und Verschwenkungen, vom Bauamt als
genehmigungsfähig
eingestuft !! Wunder über Wunder, was plötzlich ohne
Alleinherrschaft
der Zählgemeinschaft möglich war, denn bis dahin behauptete
das Bauamt offensichtlich wider besseres Wissen, dass die Festlegungen
des obigen Beschlusses zwingend waren. Sollten
da bewusst die Anlieger abgezockt werden ? Auf
der 4. SVV am 18.02.2004 wurde dann der unseelige Beschluss 05/52/2003 endlich
aufgehoben ! -
Und
zum Beginn der Bauarbeiten an den besagten Straßen gab es noch
eine historische
Überraschung: Man fand bei den ersten Schachtarbeiten alte
Bordsteinkanten, die offensichtlich beweisen könnten, dass die
Straßen
zumindest in diesem Viertel schon sehr wohl erschlossen waren, womit
die Diskussion über die Kategorien "Erschließung" (mit 90 % Kostenanteil der
Anwohner)
oder "Ausbau" (mit 60 % Kostenanteil der Anwohner) wieder
neue Nahrung erhielt. Inzwischen
konnte der Ausbau der Chopin- und Humperdinck-Straße nach den
neuen
Ausbau-Kriterien zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden (PamS vom 26.12.2004).
Gutachter-"Leitfaden"
soll´s jetzt richten !
Die
Berechnung der Kosten nach Erschließungs- oder Ausbau-Satzung
muss aber
weiterhin offen bleiben, und es soll nun endgültig per Gutachten
(!!)
geklärt werden, ob hier das
Erschließungsbeitragsrecht bzw. wo es im gesamten Stadtgebiet
künftig zur Anwendung kommen wird. Allerdings
mussten die Anwohner der Chopin-/Humperdinckstr. vorläufig bereits
2/3 ihres Baukostenanteils zahlen, da die Stadtverwaltung auf dem
Standpunkt steht: "Stichtag ist
der Straßenzustand am 03.10.1990. Was vorher war, ist egal !" Das nun "Leitfaden" genannte Gutachten für die
gesamte Stadt, das noch im 1. Quartal (!) vorliegen sollte (PNN vom 06.01.2005, MAZ vom 17.01.2005),
entspricht eigentlich genau der langjährigen Forderung der B.I.T.
nach
einem Straßenkataster, denn auch dort war eine
Straßenbauklassifizierung erwartet worden. Nach
den
bisherigen Erfahrungen musste man allerdings sehr skeptisch sein, dass
dieser "Leitfaden" wirklich termingerecht fertig wird. Und so kam es
auch !! Bis zum heutigen Tag
liegt das Gutachten nicht vor bzw. wurde nicht veröffentlicht !! Sollte
sich außerdem herausstellen, dass die durchschnittliche
Anliegerstraße
1990 einen Ausbaustandard hatte, der über dem der
Chopinstraße liegt,
wird eine Ersterschließung angesetzt. -
Das Thema "Teltower Straßenbau" bleibt damit weiterhin ein
spannendes Trauerspiel ! Insgesamt
ist festzustellen, dass die Voraussetzungen für
Bürger-Transparenz und
einen effektiven Straßenbau nach wie vor nur schleppend
geschaffen
werden, weil das Bauamt offensichtlich nicht in der Lage ist, seine
Aufgaben sachgerecht zu erfüllen ! Entsprechende Kritik wurde
erneut auf der 17. SVV am 18.05.2005 vor allem durch PDS und SPD
geübt, die allerdings durch
den Bauamtsleiter und den Bürgermeister zurückgewiesen wurde,
da zum einen "beim Bau von
Siedlungsstraßen seit 2002 bei Null angefangen
wurde" (MAZ vom
20.05.2005), während zum anderen die "Abläufe ... seit 2003 klar geregelt"
seien (PNN vom 20.05.2005).
In diesem Zusammenhang warf der Bauamtsleiter den kritischen
Abgeordneten unfaires Verhalten und Profilierungssucht auf Kosten der
Verwaltung vor. Das mag
verstehen, wer will, denn
diese Aussagen sind historisch falsch und bestätigen
schließlich nur, dass das Bauamt bis heute seine Planungsaufgaben
nicht erfüllt hat !!!
Kocht
die SPD wieder neue Süppchen mit der CDU ?
Einen Paukenschlag, den die SPD in einem
monströsen Alleingang (aber heimlich wieder gemeinsam mit der CDU)
vorbei am Bau-Ausschuss (BA) mit ihrem Antrag (DS
247/2004) zur
11. SVV am 17.11.2004 startete, sollte dazu beitragen, Erfahrungen
anderer Kommunen (!) auf Teltow zu übertragen und
grundsätzliche (!)
Parameter für den Ausbau von Siedlungsstraßen der Klasse AS4
(Anliegerstraßen ohne Sammelfunktion) festschreiben. Wenngleich
alle Fraktionen prinzipiell damit einverstanden waren,
befremdete es doch, dass das ganze am BA vorbei und ohne andere
Vorschläge
anzuhören erfolgreich "durchgepeitscht" (Formulierung
des BA-Vorsitzenden Tietz (SPD), zitiert in der PNN vom 19.11.2004)
wurde ! Als sich seinerzeit die B.I.T. und andere damalige
Minderheiten bemühten, gute Beispiele anderer Kommunen zu
übernehmen (siehe Problem "An den Lindbergen")
wurden diese Aktivitäten durch das destruktive Verhalten der
damaligen SPD/CDU-Allianz verhindert ! Jetzt wird z.B. das
vehemente Eintreten der B.I.T. für das Anlegen von Rigolen als
Erfindung der SPD ausgegeben (MAZ vom 19.11.2004) !
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt - aber das (un)eigennützige
Auftreten
der SPD gründet sich klar aus taktischen Erwägungen heraus. Anlass
für diesen plötzlichen Vorstoß ohne Einbeziehung der
anderen Fraktionen könnte einzig und allein die Ruhigstellung der
Ruhlsdorfer
SPD-Klientel in der sog. "Webersiedlung" sein, die nicht bereit ist,
horrende Straßenbaukosten zu bezahlen. Unter
Berücksichtigung
der neuen Parameter würden die Kosten für diese Bauherren,
wie SPD-Chef
Längrich selbst vorrechnete, z.B. von 8000 auf 2000 € sinken.
Insgesamt
begrüßen wir als B.I.T. diesen Fortschritt, für den wir
lange vergeblich gekämpft haben,
jedoch ist uns unverständlich, warum die offensichtlich neue, noch
versteckte Allianz
mit der CDU nicht den gemeinsamen Konsenz in fairer Weise mit allen
anderen Fraktionen gesucht hat. So bleibt ein fader Beigeschmack nach
Lobbyismus und zum Umgang der Abgeordneten untereinander zurück,
der
auch in einem MAZ-Leserbrief am 27.11.2004 angeprangert wurde. In diesem Sinne war auch unser Plädoyer für
die Ablehnung des Antrages (DS 247/2004) und
der Verweis in den BA zu
verstehen !
Quartier "An den Lindbergen"
ist 2005 dabei - Kontroverse mit Anwohnern der Lübecker
Straße
Erst recht nach dieser
neuesten Bewegung in der Sache konnte nun endlich auch eine praktikable
Lösung für die
Anwohner
des Quartiers "An den Lindbergen" gefunden werden. Leider
sah es zunächst nach der Sitzung des Bauausschusses vom 20.01.2004
nicht so
aus, denn kleinlaut musste der Bauamts-Leiter damals mitteilen, dass
für
2004 wegen der angespannten Haushaltssituation kein Geld für den
Ausbau
der dortigen Straßen eingestellt werden kann, d.h. im Klartext,
trotz des langwierigen Kampfes der Einwohner für eine bessere
Lösung,
die inzwischen auch vom Bauamt akzeptiert wird, wurden die Anlieger
weiterhin
durch komplette Ignoranz abgestraft und noch hinter dem Ausbau der
Chopin-
und Humperdinckstraße einrangiert. Wenn auch etliche
Abgeordnete
dafür
plädierten, zumindest im Nachtragshaushalt Mittel für eine
Umplanung
einzustellen, war nicht nachvollziehbar, weshalb nun gar nichts mehr
passieren
sollte.
Mit der Sitzung des
Haupt-Ausschusses
am 09.02.2004 schien wieder Bewegung in die Sache zu kommen. Es
wurde
auf Betreiben der Ausschuss-Vorsitzenden erreicht,
dass die bereits seit November 2003 vorliegenden Ergebnisse der
öffentlichen
Auslegung endlich in einen Abwägungsvorschlag umgesetzt und dem
Bauausschuss
auf der Sitzung am 02.03.2004 zur Prüfung vorgelegt wurden. Im
Ergebnis dessen konnte nun der Gordische Knoten zerschlagen werden,
denn eine für alle Seiten akzeptable Lösung für den
Straßenausbau
im Quartier "An den Lindbergen" wurde durch den Bau-Ausschuss
befürwortet,
als DS
43/2004
in die 5. SVV am 10.03.2004 eingebracht und zum Beschluss 13/05/2004
erhoben.
Die nun abgespeckte Ausbau-Version, die keine erneute Umplanung
erfordern sollte,
ersparte
immerhin Kosten von 315 T€ (lt. MAZ vom 11.03.2004) und
berücksichtigte
die Einwände der Anwohner in erheblichem Maße (u.a. durch
Weglassen
neuer Gehwege, Verzicht auf das Regenwasserbecken, Fahrbahnbreite 4,75
m, Erhalt vorhandener Gehwege, Entwässerung über
Rohrleitungen
und
Rigolen).
Einen erheblichen Wermutstropfen in dieser nun
scheinbar zu einem
glücklichen
Ende gebrachten Angelegenheit steuern seit der Baugenehmigung nun
jedoch die Anwohner der Lübecker
Straße bei, die darauf bestehen, dass die bereits vorhandene
Betonfahrbahn
erhalten bleibt. In
wiederholten Schreiben an alle Fraktionen und durch Anfragen in der
Einwohnerfragestunde zur 14. SVV, die auf einem entsprechenden
Gutachten beruhen, wurde im Februar 2005 eine
entsprechende Klageandrohung durch die dortigen Anwohner nochmals
bekräftigt. Deshalb
sollte am 28. Februar 2005 ein weiteres Mal das Gespräch zwischen
Anliegern der Lübecker Straße, dem Bürgermeister und
Abgeordneten der
SVV gesucht werden, um noch zu einem Konsens zu kommen (PNN vom
18.02.2005/MAZ vom
21.02.2005). Leider gab es aber keine Annäherung in den sehr
unterschiedlichen Ansichten (MAZ vom 03.03.2005), so dass nach Ablauf
des Anliegerultimatums zum 15.03.2005 wohl eine weitere Klagewelle auf
die Stadt zurollen wird. -
Worum geht es eigentlich ? Während die Stadt darauf
besteht, die
Betonfahrbahn wegen einer in der Straßenmitte neu anzulegenden
Regenwasserleitung abzureißen, wollen die Anwohner diese
Regenwasserleitung neben der Betonfahrbahn verlegen lassen. Da
in den zurückliegenden Auseinandersetzungen gerade die mittig
angeordnete Regenwasserleitung von den übrigen Anliegern des
Quartiers
als optimal angesehen wurde, müsste nun für die Lübecker
Straße eine
Sonderplanung erfolgen. Da aber laut Aussage der Stadtverwaltung die
Ausschreibungen bereits laufen, diese gravierenden Änderungen
früher
nie diskutiert wurden und inzwischen auch die Haushaltsmittel für
2005
eingeplant sind, würden Planungsänderungen erhebliche
zeitliche
Verschiebungen des Gesamtprojektes bewirken.
Die
B.I.T., die sich von Anfang an für eine ausgewogene Lösung
für alle Anwohner des Quartiers engagiert hatte, bringt
für das Verhalten
der Anlieger der Lübecker Straße inzwischen kein
Verständnis mehr auf, denn: "Es jedem Recht zu tun ist eine
Kunst, die
niemand kann". Inzwischen haben die Bauarbeiten in diesem
Quartier am 02.05.2005 begonnen, wenngleich auch hier die entsprechende
Information der Anlieger erneut zu wünschen übrig ließ.
Wenngleich
das alles hoffen ließ, dass die "Lindberge" noch 2005 neue
Straßen erhalten, musste
man sich trotzdem fragen, warum die Verantwortlichen für diese
insgesamt langwierige Provinzposse
nicht zur Rechenschaft gezogen werden, denn immerhin entstand der Stadt
nicht nur ideeller sondern auch materieller Schaden, den allein die
ehemalige
Zählgemeinschaft SPD/ex CDU und der Bürgermeister zu
verantworten
haben und der auch nicht durch spektakuläre Anträge (z.B. DS 43/2004) reguliert wird ! Über
die insgesamt
lange Zeit verfahrene
Situation und den vergeblichen Kampf der Anlieger im
Quartier
"An den Lindbergen" können Sie hier Genaueres erfahren.
Schließlich
konnten die Straßen nach weiteren Querelen und langen
Diskussionen über Parkräume und Schutz der Rigolen,
Randstreifen usw. doch noch zur Zufriedenheit der Anlieger
fertiggestellt werden, wenngleich nicht alle Anleger mit ihrer
Situation vollkommen glücklich sind. Von der angkündigten
Klagewelle wurde offensichtlich bisher durch die Anlieger der
Lübecker Straße ebenfalls abgesehen.
"Barrierefrei" war lange Zeit ein Fremdwort
Über
ein nach vier Jahren währendem Kampf gegen eine Barriere
erfolgreich
zum Abschluss gebrachtes Bauvorhaben konnten sich vor allem Behinderte
und Mütter mit Kleinkindern freuen, als am 22.12.2004 endlich die
Stolpersteine zur Nutzung des Schlecker-Marktes in der Teltower "Neuen
Wohnstadt" fielen (MAZ vom 23.12.2004, PamS vom 26.12.2004).
Damals hatte man beim Bau des Wohn- und Geschäftshauses einen
barrierefreien Zugang einfach ignoriert, obwohl der Verein "Behinderte
und ihre Freunde" darauf immer wieder hinwies. Bordsteine, Treppen und
Zwischenstufen machten es seitdem unmöglich, dass die angebotene
Einkaufsmöglichkeit von allen Bürgern genutzt werden konnte.
In einer
beispielhaften Gemeinschaftsaktion von Behindertenverein, Teltower
Wohnungsbaugenossenschaft und der "A-Z Handwerker Komplettbau GmbH"
konnte der Stein des Anstoßes, der nach den Worten des
Bürgermeisters
wahrlich kein Ruhmensblatt für die Stadt darstellt, endlich
beseitigt
werden. Wenngleich das ganze schließlich
zum
guten Ende gebracht wurde, muss man sich aber fragen, wer die
Verantwortung für solche Nachlässigkeiten hat, denn die
Baugenehmigungen werden durch die Kommune erteilt - und barrierefreies
Bauen ist ein Thema, das grundsätzlich zu beachten ist. In
dieser Hinsicht gibt es in Teltow nämlich noch viele
Bausünden, auch im Straßenraum, zu beseitigen. Die B.I.T. wird sich in Zukunft hierfür
stärker engagieren.
Weitere Straßenbau-Maßnahmen
Auch das Thema
"Beethovenstraße" rückte 2004 wieder in das Licht der
Teltower
Öffentlichkeit ! Näheres zu diesem leider nicht
erfolgreich abgeschlossenen Kapitel des Teltower Straßenbaus
erfahren Sie unter dem
Beschluss 06/21/2000 (DS 53/2002).
Die
Bauarbeiten zum Ausbau der L40 vom Güterfelder Eck bis
Großbeeren, die
Teltow an der Ruhlsdorfer Peripherie tangieren, haben nun ebenfalls
begonnen. Über dortige Aktivitäten und Probleme erfahren Sie
etwas im Rahmen des Beschlusses 03/42/2002 (DS 104/2002).
In den vergangenen Jahren wurde der Anschluss in
Großbeeren/Neubeeren an die Kreuzungsspinne L40/B101/L794
erfolgreich zum Abschluss gebracht. Der Abschluss der vorgesehenen
Querung über die L40 durch einen Wirtschaftsweg,
den Wanderer, Rad-Toristen, Reiter und landwirtschaftliche
Fahrzeuge künftig gemeinsam nutzen sollen, steht nach wie vor wie
auch die gesamte Fertigtellung der L40 bis Güterfelde in den
Sternen.
Inzwischen
ergab sich durch den Wunsch der Kommune Großbeeren, das
Güterverteilzentrum (GVZ), das mit der abzusehenden Erweiterung
des Osthandels und dem Bau des Großflughafens Brandenburg-Berlin
International (BBI) künfig aus den Nähten platzen wird, nun
extensiv durch zwei neu zu erschließende Areale zu erweitern, ein
neues Teltower Problem, über das an anderer Stelle
ausführlich zu berichten ist (VL 405/2007).
Etliche Aktivitäten bezüglich
der Straßensanierung
gingen seit Frühjahr vordergründig von der CDU aus. Auf der 15.
SVV am 16.03.2005 wollte die
CDU erreichen, dass nun vor allem - aus welchem Grunde auch
immer - 10 Straßen im Ortsteil Seehof unverzüglich erneuert
werden (DS
39/2005). Doch bereits auf der Sitzung des Haupt-Ausschusses am
07.03.2005 verweigerten die anderen Fraktionen einschließlich der
B.I.T. den Christdemokraten die Unterstützung, weil nicht
einzusehen
war, weshalb ohne Vorliegen der seit langem geforderten
Prioritätenliste im Rahmen des ebenfalls noch nicht
fertiggestellten Straßenausbaukonzeptes
ausgerechnet Seehofer Straßen höchste Priorität
haben sollten (MAZ vom 09.03.2005). Während die FDP nicht nur in
Seehof
schlechte Straßen sieht, sondern viele Straßen auch in
anderen
Wohnquartieren ebenso notwendig ausgebaut werden müssten, machte
die
B.I.T. vor allem auf die noch lange Zeit weiterhin
ungeklärten Eigentumsverhältnisse
wegen der Sabersky´schen
Rückübertragungsansprüche aufmerksam, so
dass die Stadt auf notwendige Beiträge auf lange Sicht verzichten
müsste. Vielmehr sollte endlich in den Quartieren, wo bereits
Bebauungspläne (wie z.B. im Musikerviertel südlich der
Mahlower Straße)
vorliegen, der Straßenausbau forciert werden, damit dort ein
gewisser
Abschluss der Infrastruktur erreicht wird. Auch die Argumentation der
CDU, dass es künftig zu mehr Vergleichen in Seehof kommen
würde und man
schon mit geringen Mitteln eine Verbesserung der Situation erreichen
könne, überzeugte die Gegner dieses Vorschlages nicht. So
wurde der Antrag schließlich mit klarer Mehrheit abgelehnt !
Obwohl der Bürgermeister
für den baldigen Abschluss des Straßenausbaukonzeptes,
das im März 2005 angeblich noch vorbereitet wurde und durch eine
neu gebildete
Arbeitsgruppe des Bau-Ausschusses abgewogen werden sollte (MAZ vom
18.03.2005), plädierte, blieb den
Mitgliedern des Bauausschusses vom 26.04.2005 leider wieder nur
übrig, frustriert festzustellen, dass "in Teltow beim Straßenbau etwas
passieren muss". (Und auch die Mai-Sitzung der
Arbeitsgruppe des Bau-Ausschusses brachte keine weiteren Ergebnisse
bzgl. einer Priorisierung.)
Die
Wege zum heren Ziel, endlich den Sraßenbau anzukurbeln, werden
durch die Fraktionen nämlich sehr
unterschiedlich gesehen (MAZ vom 02.05.2005/PNN vom 03.05.2005): Während die SPD die Aufstockung des Reparaturfonds vorschlug und
weiterhin die Vorlage einer Prioritätenliste forderte, was auch der
Bürgermeister unterstützte, bombardierten CDU/B´90 diese
Sitzung mit dem
neuen Vorschlag, Kleinquartiere, die offensichtlich mit dem Wohnsitz
gewisser Abgeordneter korrespondieren, auf schnellstem Wege zu sanieren
(wie ursprünglich in Seehof, aktuell nun im Musikerviertel). Die
FDP machte sich zur Aufgabe, eine
Bürgerinitiative im Flussviertel unterstützen, die vor allem
die
Verhältnisse in der Walther-Rathenau-Straße und den
angrenzenden
Straßen verbessern sollte. (Pikant war dabei, dass dieses
Quartier bisher überhaupt nicht im Konzept auftauchte !)
Auch PDS und B.I.T. plädierten für die umgehende Erarbeitung
des
Straßenausbaukonzeptes mit konkreten Ausbauparametern, wobei die
B.I.T.
insbesondere für die Fortführung bzw. Beendigung begonnener
Sanierungen
in Quartieren mit B-Plänen, wie z.B. das Musikerviertel, eintrat.
Hierbei müssen aber alle Straßen im Komplex betrachtet
werden, also
nicht nur punktuelle Lösungen. In dieser Richtung wäre ein
gemeinsamer
Konsens wohl denkbar, da alle Fraktionen dringenden Handlungsbedarf
sehen ! Natürlich muss dabei auch der Wille der Anlieger zur
Sanierung berücksichtigt werden, damit es nicht die gleichen Probleme wie im Quartier "An den
Lindbergen" gibt. Auch das ständige ziellose Reagieren auf
Bürgerbegehren löst die prekären Straßenzustände nicht. Die Abgeordneten sollten nun endlich
Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht populär aber
transparent sind !!
Kurzfristig
gemeinsame Ad-Hoc-Entscheidung gefällt
Man durfte in den Folgemonaten nun gespannt sein, ob nach den mehrfach gescheiterten Versuchen in
naher Zukunft noch Entscheidungen möglich waren, denn die dringende
Notwendigkeit
dafür bestand auf
jeden Fall ! Und in der Tat, in einer wahren Hau-Ruck-Aktion wurde
nun endlich begonnen, Nägel mit Köpfen zu machen.
Auf Initiative der SPD, der es gelang, alle anderen Fraktionen mit ins
Boot zu bekommen, wurden kurzfristig Anträge in die 17. SVV am
18.05.2005 eingebracht, die den Beginn des Ausbaus von
Siedlungsstraßen noch im Jahr 2005 ermöglichen sollten. Man erreichte zum einen dahingehend Konsens, dass ein
größerer Straßenkomplex im Musikerviertel und im
Flussviertel saniert werden sollte (DS 100/2005). In
einem zweiten Antrag, der auf Initiative der B.I.T. zustande kam, wurde
durchgesetzt, dass im Musikerviertel auch die Mozartstraße als
wichtige Sammelstraße in die Sanierung einbezogen wird (DS 101/2005). Diese einstimmig und mit Beifall der SVV-Zuschauer
bedachten Anträge dürfen aber nicht darüber
hinwegtäuschen, dass die Abgeordneten dem Bauamt, das seit
Jahren als größter Hemmschuh wirkt, seine Aufgaben nicht
ständig abnehmen können. Deshalb
sollte das
Bauamt künftig stärker in die Pflicht genommen werden ! Doch
das war leichter gesagt als getan, denn in der Folge zeigte sich immer
wieder, dass das Teltower Bauamt mit seinem unserer Meinung nach
unfähigen Amtsleiter bis heute nicht in der Lage ist, seine
Aufgaben sach-, fach- und termingerecht zu erledigen ! So setzte sich
die kinoreife Provinzposse mit vielen Ungereimtheiten, Lügen
und Alleingängen des Amtes ohne erforderliche Beteiliung der
Abgeordneten unrühmlich bis zum heutigen Tage fort.
Selbst der Versuch des Bürgermeisters, den BA-Leiter kalt
abzulösen, war zum Scheitern verurteilt, da es der BM
versäumt hatte, eine solche Aktion langfristig (z.B. durch
stärkere Kontrolle, Abmahnungen etc.) erfolgsträchtig
vorzubereiten. So sitzt der BA-Leiter weiterhin an seinem Leitungstisch
und kann beliebigen Unsinn produzieren.
Das wichtigste Ergebnis seiner Arbeit, das das Bauamt nach mehr als sechs Jahren seit dem Beschluss 03/21/2000 durch Aussitzen und Verschieben des Themas nun endlich zur 27. SVV am 21.06.2006 zur Beschlussfassung vorlegen konnte, war die DS 64/2006 , die zum Beschluss 13/27/2006 erhoben wurde und das komplette Straßenausbau-/Erschließungsprogramm der Stadt Teltow beinhaltet. Die
Krux jedoch bereits bei der Abstimmung war nun, dass abzusehen war,
dass ein Teil des Programms, das für die Jahre 2005/2006
terminisiert war, bereits im Jahr 2006 nicht mehr zu realisieren war.
D.h. durch vertane Zeit und endlose Diskussionen, die durch die
Ignoranz des BA provoziert war, wurde ein großer Teil der
Straßenbauprojekte bis ins Jahr 2007 verschleppt, wodurch ein
großer Überhang von nicht fertiggestellten Straßen
entstand. Ein Soll-/Ist-Standsvergleich zeigt die gegenwärtigen Probleme deutlich auf:
Insgesamt ist inzwischen ein Verzug um mindestens zwei Jahre
entstanden, so dass sich die bisher ausgewiesene Planung bis 2017 mit
hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Jahr 2020 hinauszögern wird - so
wie es das BA in weiser (!?) Voraussicht bereits postuliert
hatte.
Abgeordnete ständig durch Bauamt ausgetrickst - Geschehen manches Mal doch noch Wunder ?
Die nächste
größere Baumaßnahme sollte also in 2005 und 2006 der
Ausbau der W.-Rathenau-, Alster-, Friedens-, Havel-, Main-,
Weserstraße usw. im Flussviertel werden. Die Fertigstellung
etlicher Straßen in diesem Bereich, die vor allem auch durch den
beharrlichen Einsatz von lokalen Bürger-Initiativen der benannten
Straßenzüge durchgesetzt wurde - hier gab es die meisten
Probleme mit der Art der zu verlegenden Entwässerung - konnte
schließlich im Frühjahr 2007 der Straßenzug W.-Rathenau-Straße übergeben werden. Weitere Straßen in diesem Bereich harren noch ihres Ausbaus bzw. ihrer Erschließung !!
Im Musikerviertel sieht es noch katastrophaler aus. Das
Projekt Mozartstraße wurde endlich zur 36. SVV am 16.05.2007 (!!)
nach vielen Tricks des Bauamtes, das es immer wieder verstand, seine
Vorstellungen zunächst durchzusetzen , um diese dann nach langen
Kampf gegen die Abgeordneten wieder aufzugeben, auf den Weg gebracht. Dabei
kam es z.B. dazu, dass durch die Verschleppungstaktik des BA inzwischen
horrende Preissteigerungen eintraten, die durch erneute Planungen zu
zusätzlichen Kosten führten. Die schon für
die Jahre 2005/2006 vorgesehenen
Ausbau-/Erschließungs-Maßnahmen für die
C.-M.-v.-Weber-, Flotow-, Grieg-, Haydn-, J.-Strauss-, Lehar-, Liszt-,
Lortzing-, S.-Bach- und Verdistraße wurden deshalb und auch nur
teilweise erst im Jahr 2007 begonnen.
Wir
möchten es Ihnen in der Folge ersparen, uns über
die weiterhin herrschenden Querelen auszulassen, die wahrscheinlich
neue Verzögerungen in diesem finstersten Kapitel der Teltower
Kommunalgeschichte produzieren werden. Nehmen Sie bitte einfach die
Fakten zur Kenntnis und schätzen Sie selbst ein, ob die
aktualisierten Fortschreibungen des Teltower Straßenbauprogramms
realistisch sind oder nicht. Wir bemühen uns, den Stand der Straßenbauaktivitäten weitgehend aktuell zu halten.
Noch vor und auch nach der
Sommerpause zur 38. und 39. SVV-Sitzung wurden - teils in
EIlentscheidungen - weitere Ausbau- und Erschließungsarbeiten
begonnen. Wichtigste Vorhaben sind
dabei der Ausbau der Mozartsraße sowie der Beginn der bis zum
Jahre 2008 vorgesehenen Fertigstellung der "Nordspange", also der
verlängerten Oderstraße bis zur Zehlendorfer Straße.
Die B.I.T. wird sich künftig dafür einsetzen, dass der nun beschrittene Weg kontinuierlich weitergeführt wird
!!
Über ein durchaus bemerkenswertes, insgesamt nicht unbedingt erfreuliches Ereignis soll allerdings auch berichtet werden:
Nachdem bereits im Jahr 1999 mit dem Ausbau der Verbindungsstraße
Seehof-Sigridshorst im Zuge der Hannemannstraße und des
Zehnruthenweges begonnen wurde, im Jahr 2001 der CityBus auf einer
durchgehenden Strecke die beiden Ortsteile verbinden konnte, durch die
Schaffung des Brückenbauwerkes über die S-Bahnstrecke im Jahr
2003/2004 eine Neuverlegung des Zehnruthenweges erfolgte und der erste
Abschnitt der Sigfriedstraße im Jahr 2004/2005 nach viel
Ärger fertiggestelt werden konnte (die damit
zusammenhängenden Probleme können Sie u.a. hier
nachlesen), mussten die Sigridshorster weiterhin bis zum Jahr
2007 mit einem Provisorium leben, das durch die scheibchenweise Vergabe
der Fördermittel verursacht war. Im November 2006 wurden
schließlich die Fördermittel für den Neubau des noch
fehlenden Abschnittes der Sigfriedstraße zwischen Anschluss
Eichenweg und Mahlower Straße ausgereicht. Durch entsprechend
gute Vorarbeit konnten die bis Juli 2007 terminierten Bauarbeiten
unverzüglich noch im November 2006 aufgenommen werden. Bedingt
durch das milde Winterwetter, die Einbeziehung der AGENDA-Gruppen
Regionalbahnhof und ÖPNV bei der Lösung komplizierter
Logistikprobleme und ständigen Kontakt der Verantwortlichen
(Bauamt, STRABAG, AGENDA, Architekt) wurden die Arbeiten zügig und
im Gegensatz zu den Arbeiten im Jahr 2003/2004 in hoher Qualität
durchgeführt, so dass bereits Anfang Mai 2007 die wesentlichen
Arbeiten abgeschlossen wurden. In diesem Rahmen wurde außerdem
der Rad-/Gehweg im Abschnitt Zehnruthenweg neu geschaffen und die
Bus-Wendeschleife mit einer
zusätzlichen Haltemöglichkeit für den
ÖPNV versehen. Schließlich
konnte die für Mitte Juli 2007 geplante Fertigstellung und Nutzung
der neuen Trasse um zunächst fünf Wochen und nach
Intervention der Beteiligten schließlich auf den 25. Mai
vorverlegt werden, d.h. die Abnahme des Objektes konnte gute 6 Wochen
früher erfolgen. Hierfür möchte sich die B.I.T. bei
allen Beteiligten sehr herzlich bedanken, vor allem auch bei den
Bauleuten, die eine gute Arbeit abgeliefert haben. Die offizielle Übergabe wurde schließlich am 7.6.2007 um 10 Uhr
zelebriert, wodurch die wichtige Havarieverbindung zwischen
Seehof und Sigridshorst nun durchgehend fertiggestellt ist. Es verbleiben nun noch die
endgültige Gestaltung der Kreuzung an der Mahlower Straße,
die allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, da das Land
als Auftraggeber seinen Aufgaben bisher nicht planmäßig
gerecht wurde. Hier wird sich der
Abschluss der Baumaßnahmen, der eng mit der Schaffung des
Radweges Mahlower Straße und der Gestaltung des Umfelds des
Regionalbahnhofs verknüpft ist, voraussichtlich noch bis 2010
hinziehen (Informationen hierzu). Es
ist weiterhin noch der Bau eines überörtlichen Radweges im
Abschnitt Sigridshorst - Mahlower Straße mit
Kreis-/Landesmitteln, über dessen Realisierung man allerdings auch
nur spekulieren kann, vorgesehen.
Wir erwarten von den Nutzern, dass die neue Straße künftig nicht als
Rennstrecke missbraucht wird, sondern das Tempo-30-Gebot von allen
Kraftfahrern strikt eingehalten wird.
Zu Schlussfolgerungen aus der Fertigstellung der Straße für den ÖPNV ab 10.06.2007 können Sie sich an anderer Stelle informieren.
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